Die Enduro One (E1), Europas größte Enduro-MTB-Serie, geht in die entscheidende Phase der Saison 2026. Am 12. und 13. September steht im Trailcenter Rabenberg der fünfte und damit vorletzte Saisonlauf auf dem Programm. In den wichtigsten Klassen ist vor dem Rennwochenende noch jede Menge Spannung geboten. Wer verschafft sich im Erzgebirge die beste Ausgangsposition für das große Finale am 10. und 11. Oktober in Bad Endbach?
Vier Rennwochenenden liegen hinter den Fahrern der Enduro One 2026. Nach den Stationen Treuchtlingen, Trieb, Roßbach und Schulenberg führt der Weg nun ins Erzgebirge. Der Rabenberg ist seit Jahren eine feste Größe im Mountainbike-Sport und bietet mit seinen abwechslungsreichen Trails beste Voraussetzungen für ein echtes Enduro-Wochenende.

Schnelle Passagen wechseln sich mit technischen Abschnitten, Wurzeln und natürlichen Hindernissen ab. Genau hier kann sich zeigen, wer in der entscheidenden Phase der Saison nicht nur schnell ist, sondern auch die nötige Konstanz mitbringt.
E1 Pro: Heim vorne – dahinter geht es extrem eng zu
In der E1 Pro kommt Johannes Heim (HEIM Racing) als Meisterschaftsführender nach Rabenberg. Mit 76 Punkten hat er sich vor dem fünften Saisonlauf eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Sein Vorsprung auf die ersten Verfolger beträgt 15 Punkte – entschieden ist damit aber noch lange nichts.
Vor allem dahinter herrscht Hochspannung: Finn Hoffmann (Nicolai Bikes / Trail on Bikesport) und Benjamin Lindenborn liegen mit jeweils 61 Punkten gleichauf. Nur einen Zähler dahinter folgt Lukas Kater (HEIM Racing / RCG Weißenburg 1894 e.V.) mit 60 Punkten. Davide Johann (RFC Rossbach / der Radbauer) ist mit 58 Punkten ebenfalls voll im Rennen.
Gerade einmal drei Punkte trennen damit Platz zwei von Platz fünf. Ein einziger starker Renntag kann die Reihenfolge komplett auf den Kopf stellen. Für Heim geht es dagegen darum, seinen Vorsprung zu verteidigen oder sogar auszubauen und damit die Weichen für das Finale zu stellen.
E1 Woman: Tödheide unter Druck
Auch in der E1 Woman ist der Titel noch längst nicht vergeben. Christina Tödheide (Die prallen Schläuche) führt die Meisterschaft mit 90 Punkten an. Mit 79 Punkten sitzt ihr Marlene Kiefer (Wheels over Frankfurt e.V.) allerdings im Nacken.
Und auch dahinter ist noch alles möglich. Marie Horlbeck liegt mit 76 Punkten auf Rang drei, Lea Marie Knorr folgt mit 74 Punkten auf Platz vier. Jasmin Richter (Redwood Syndicate) komplettiert mit 64 Punkten die aktuellen Top 5.
Vor allem der Kampf hinter Tödheide ist denkbar eng: Zwischen Kiefer auf Rang zwei und Knorr auf Rang vier liegen lediglich fünf Punkte. Rabenberg könnte damit die Ausgangslage vor dem Finale noch einmal kräftig durcheinanderwirbeln.
E1 E-Bike: Emmerich gibt den Ton an
In der E1 E-Bike hat Tom Emmerich (HEIM Racing) bislang eine beeindruckende Saison hingelegt. Mit 102 Punkten steht er klar an der Spitze der Gesamtwertung und reist mit einem großen Polster ins Erzgebirge.
Tom Pölderl (ORBEA Fast Forward) folgt mit 60 Punkten auf Rang zwei. Dahinter geht es dagegen Schlag auf Schlag: Jerryt Fischer (Loco Motion Sports) hat 55 Punkte gesammelt, Frederic Specht steht bei 54 Punkten und Vincent Matz bei 52 Punkten.
Während Emmerich am Rabenberg den nächsten großen Schritt in Richtung Gesamtsieg machen kann, ist der Kampf um die weiteren Spitzenplätze völlig offen. Nur acht Punkte liegen zwischen Rang zwei und Rang fünf.
Racing, Side Events und großer Expobereich
Auch abseits der Wertungsstages wird am Rabenberg einiges geboten. Rund um das eigentliche Renngeschehen wartet auf Fahrer, Begleiter und Zuschauer ein breites Rahmenprogramm. Ein besonderes Highlight sind die Side Events am Samstagabend: Beim Pump Track Race und beim Bunny Hop Contest geht es noch einmal um Action, Spaß und natürlich auch ein bisschen Prestige.
Darüber hinaus lädt ein großer Expobereich zum Schauen, Fachsimpeln und Entdecken ein. Für die passende Stärkung während des Rennwochenendes sorgt ein umfangreiches Cateringangebot. Damit ist auch abseits der Trails für jede Menge Unterhaltung und echte E1-Atmosphäre gesorgt.
„Jetzt zählt jeder Punkt“
Auch beim E1-Promoter BABOONS steigt vor dem vorletzten Rennwochenende die Spannung. Christoph Döbler blickt mit großer Vorfreude auf Rabenberg: „Die Saison geht jetzt in die Phase, in der wirklich jeder Punkt zählt. Gerade in der E1 Pro und bei den Frauen liegen einige Fahrer sehr eng zusammen. Rabenberg ist mit seinen Trails genau der richtige Ort für diese Situation – anspruchsvoll, abwechslungsreich und immer für Überraschungen gut. Als größte Enduro-MTB-Serie Europas freuen wir uns natürlich besonders, mit einem entsprechend starken Feld in die entscheidenden beiden Rennwochenenden zu gehen. Ich bin mir sicher, dass wir am Rabenberg richtig gutes Racing sehen werden.“
Vorletzte Chance auf wichtige Meisterschaftspunkte
Mit Rabenberg beginnt der Endspurt der Enduro One Saison 2026. Für die Titelkandidaten geht es darum, sich möglichst viele Punkte für das Finale zu sichern. Für alle anderen bietet das Wochenende noch einmal die Chance auf ein starkes Einzelergebnis und jede Menge Enduro-Action auf den Trails im Erzgebirge.
Nach Rabenberg bleibt nur noch ein Rennwochenende: Am 10. und 11. Oktober 2026 trifft sich die E1 in Bad Endbach zum großen Saisonfinale.
Doch bevor dort die Champions 2026 gekürt werden, richtet sich der Blick auf den Rabenberg. Am 12. und 13. September wird sich zeigen, wer seine Karten für das Finale am besten ausspielt.








